Lösung des Methanproblems

Image

Relevanz Methansenke

Konzept

Die Relevanz der natürlichen Methansenke

Methan ist im Vergleich zum CO₂ das vielfach potentere Treibhausgas. Allerdings kann es auch schneller wieder abgebaut werden als das CO₂.  Anders als beim CO₂ existieren beim CH₄ wesentlich mächtigere natürliche Senken-Mechanismen. Über 90% des emittierten Methans wird in der Atmosphäre wieder abgebaut. Die Hauptabbaumechanismen sind chemische Reaktionen, hauptsächlich mit Hydroxylradikalen (OH), die das Methan zu Kohlendioxid (CO₂) und Wasser (H₂O) oxidieren.

Anthropogenes Methan entsteht aus verschiedenen Quellen:

15–20%      aus der Energiewirtschaft: Öl- und Gasförderung, Lagerung und Transport.

30–35%      aus der Landwirtschaft: CH entsteht bei der Verdauung von Wiederkäuern wie Kühen und Schafen (enterische Fermentation) sowie aus der Lagerung von Tierexkrementen (Gülle) in der Landwirtschaft.

10–15%      aus der Abfallwirtschaft: anaerobe Zersetzung von organischen Materialien in Mülldeponien

10–15%     aus dem Nassreisanbau: CH₄ als Nebenprodukt anerober Bakterien beim Reisanbau in überschwemmten Feldern

5–10%     aus der Energiegewinnung aus Biomasse: CH₄ als Nebenprodukt bei der Verbrennung von Biomasse

Im Zeitraum zwischen 1997 und 2007 stagnierten die Methanemissionen und stiegen danach wieder stark an. Die Mehrzahl der Wissenschaftler erklärt dieses Phänomen mit dem Zusammenbruch der Öl- und Gasförderung in der Sowjetunion. Durch die Intensivierung der Gasförderung und die Erfindung der Frackingtechnologie ist der Methanschlupf aus Förderquellen stark angestiegen.

Aufgrund des großen Potentials der natürlichen Methansenke (>90%) stellt die Reduzierung des Methangehaltes in der Atmosphäre, im Vergleich zum CO, ein vergleichsweise einfach handhabbares Problem dar. Eine Emissionsreduktion in der Größenordnung von 10% wird bereits ausreichen, um den Anstieg der Methankonzentration in der Atmosphäre zu stoppen.

Zur Bewältigung des Methanproblems postuliert 4pi-Solutions die folgenden Lösungsansätze:

    1. Im ersten Schritt sind die Methanpunktquellen aus der Öl- und Gasförderung zu beseitigen.

    2. Im zweiten Schritt sind Methanemissionen aus Bioabfällen, der Nahrungsmittelproduktion, der Landwirtschaft, sowie von Mülldeponien und Klärwerken aufzufangen und einer ener­getischen Nutzung zuzuführen. Darüber hinaus können die Reststoffe weiter zu Biokohle verarbeitet werden und als natürlicher Bodenverbesserer und Dünger verwendet werden.

    Alleine mit diesen beiden Methoden sollte es möglich sein, dass die Methanemissionen so weit abzusenken, dass die Methankonzentration in der Atmosphäre mittelfristig nicht weiter ansteigt, sondern auf lange Sicht sogar wieder durch die natürlichen Senkenmechanismen reduziert wird.