Ausbau der natürlichen CO₂-Senken

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Natürliche CO-Senken

Konzept

Relevanz der natürlichen CO₂‑Senken

Die Natur hilft uns bei der Bewältigung des Klimawandels, da die natürlichen CO-Senken, bestehend aus den Landpflanzen und den Ozeanen, schon seit mehr als 100 Jahren die Hälfte der anthropogenen CO-Emissionen aufnimmt und dauerhaft in Form von Kohlenstoff, Kalkstein etc. speichert. 

Mehr als die Hälfte des vom Menschen emittierten CO₂ wird von den natürlichen Senken aufgenommen und dauerhaft gespeichert. Die Landpflanzen nehmen ca. 25% des anthropogen emittierten CO₂ auf und wandeln dies in Biomasse bzw. Kohlenstoff um. Die Ozeane nehmen weitere 25% des CO₂ auf.

Wenn der derzeitige anthropogene CO₂-Ausstoß von 40 Gt pro Jahr auf die Hälfte, d.h. 20 Gt reduziert würde, sorgen die natürlichen CO₂-Senken dafür, dass die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre nicht weiter ansteigt. Zu diesem Zeitpunkt ist Netto-Null CO₂ erreicht, weil die anthropogenen Emissionen und das Potential der Natur CO₂ aufzunehmen und dauerhaft zu speichern im Gleichgewicht steht.

Bliebe der anthropogene CO₂-Ausstoß bei 20 Gt pro Jahr, oder würde sogar darüber hinaus weiter reduziert, so würden die natürlichen Senken fortwährend weiteres CO₂ aus der Atmosphäre entfernen und die Konzentration würde weiter absinken.

Es ist davon auszugehen, dass sich die Natur bei ca. 300–350 ppm wieder in einem Gleichgewichtszustand befindet. Bis zu dieser Konzentration wird die Aufnahme-Kapazität der natürlichen Senken konstant bleiben und nicht etwa abnehmen!

Aus diesen Zusammenhängen leitet 4pi-Solutions folgende Schlussfolgerungen ab:

    1. Die Natur ist die global wirkungsvollste und gleichzeitig preiswerteste Negativ-Emissions-Technologie (NET) für den Abbau des CO₂ aus der Atmosphäre. Deshalb sollte die Bewahrung und der Rückbau unserer Natur die oberste Priorität in allen globalen Bemühungen zum Klimaschutz einnehmen!

    2. Nach einer Studie der ETH-Zürich wäre weltweit eine Fläche von 900 Mio. ha vorhanden, die für Wiederbewaldung und Aufforstung geeignet wäre. Ein typischer Mischwald speichert pro Jahr und ha 10t CO₂. Der globale CO₂-Ausstoß liegt aktuell bei 40 Gt. Theoretisch könnten wir daher der Atmosphäre durch Wiederauf­forstung bis zu 9 Gt CO₂ pro Jahr entziehen. Diese Zahlen ver­deutlichen die Priorität, die wir der globalen Wiederauf­forstung und dem Schutz der bestehenden Biosphäre einräumen müssen!

    3. Das CO₂-Speicherpotential der Landsenken kann durch einen vermehrten Anbau schnell wachsender und klimaresistenter Landpflanzen wie der Douglasie, der Paulownia oder Bambus in Verbindung mit einem intelligenten Forstmanagement über den oben genannten Wert von 10 Gt/ha pro Jahr um den Faktor 3–4 weiter gesteigert werden.

    4. Das Speicherpotential der Ozeane kann durch Ozeandüngung oder Marine Farming noch gesteigert werden.

    5. Bei einer zügigen Implementierung der zuvor genannten Maßnahmen können mehrere Milliarden t CO₂ pro Jahr durch natürliche NET aus der Atmosphäre entzogen werden.

    6. Wenn die CO₂-Konzentration trotz aller Bemühungen über 500 ppm ansteigt, so wird parallel auch die Senkenleistung pro­portional weiter ansteigen! Dieser Umstand beschleunigt die natürliche Entfernung von CO₂ aus der Atmosphäre für den Fall, dass es der Menschheit erst verspätet gelingt die CO₂-Emissionen signifikant zu reduzieren.